Wer möchte was in Germerode anbieten? Wer hat welche Bedürfnisse?


Angebote:


Hartmut und Ulrike möchten zum Thema: "Der Beitrag von Achtsamkeitsübungen zum erfolgreichen Altern (50 +)" einbringen.
Jürgen möchte Qigong anbieten.
Birgit - Zazen und Narrationen von Studierenden nach einem Seminar zu Achtsamkeit
Ralf Girg - Lernleitern und ihr Beitrag zur Stärkung der Person
Heinrich Dauber - abschließende Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt SALUS (Salutogenese in Lehrberuf und Schule)
Günther Holzapfel - falls von einigen Germerode-TeilnehmerInnen Interesse an der Gestaltpädagogik-DVD besteht, könnte ich diese zeigen. Ich bräuchte nur eine funktionierende DVD-Abspielmöglichkeit mit dementsprechendem Beamer. Der Film dauert jetzt 62 Minuten. Wenn man noch Gespräch darüber einplant, bräuchte man 90 Minuten für diesen Programmpunkt. Nach dem ganzen Bekanntwerden der Mißbrauchsfälle in der Odenwaldschule und woanders, könnte ich mir vorstellen, dass wir in Germerode das Bedürfnis haben, über die damit zusammenhängenden Problemstellungen (Nähe und Distanz in der Erziehung, welche Strömungen der Reformpädagogik begünstigen Bedingungen für Mißbrauch usw.) zu sprechen - wenigstens eine Aussprache-Ecke dafür zu haben. Ich habe gemerkt, dass mich das Thema ganz schön umtreibt.
Björn Müller - Einblicke in sein Dissertationsprojekt "Die Bedeutung von Achtsamkeit in einer praxisbasierten Sicht des Lernens in Organisationen - auf dem Weg zu praktischer Weisheit"

Peter Arnold - ich übe jeden Tag klassisches tai chi chuan. Das ist eine chinesische Kampfkunst. Wer will, kann mitmachen.

Anneliese und Peter Arnold - wir können einen Beamer und Leinwand mitbringen und Bilder aus einer ungewohnten Kindergartenwelt zeigen, "Spielräume für natürliche Achtsamkeit".

Vera Kaltwasser - Ich freu mich sehr, bei dem Treffen dabei sein zu können. Wunderbar, dass es so eine Gruppe um das Thema Achtsamkeit herum gibt, gerne trage ich etwas bei:
Ich berichte gerne über mein Konzept "Achtsamkeit in der Schule" (vgl. mein gleichnamiges Buch bei Beltz, 08)( Achtsamkeitsübungen werden kontinuierlich in den Unterricht eingefügt) und über die geplante Studie von Dr. Sauer und Dr. Kohls zu diesem Konzept, die im August an einem Frankfurter Gymnasium beginnt. Außerdem beschäftige ich mich seit einiger Zeit damit, wie die Haltung der Achtsamkeit die Fähigkeit zur Präsenz fördert und wie das "praktische" Einüben dieser Haltung (mit formalen Übungen, aber auch durch die "nicht-bewertende" Sichtweise im Schulalltag) Lehrerinnen und Lehrer gesund erhalten kann.
Besonders die enge Wechselwirkung zwischen Gedanke, Gefühlen, Körper wird durch die Haltung der Achtsamkeit betont, Körperwahrnehmung wird als zentraler Aspekt der Selbstwahrnehmung endlich wieder ins Bewusstsein gehoben.
Die Akzeptanz dieser Arbeit bei Lehrerinnen und Lehrern ist derzeit hoch, ABER: Wie kann es gelingen, diese Arbeit besser zu verankern und als wesentlichen Bestandteil der Persönlichkeitsbildung in Ausbildung und Fortbildung zu integrieren?





Wünsche:

Telse wünscht sich wissenschaftliche Beiträge.
Hedwig:
Ich wünsche mir achtsame Beiträge zu der Frage, ob und wieso Achtsamkeit eine pädagogische (nicht nur schulpädagogische!!!) Kategorie sein kann und soll.
1. Gibt es eine achtsame (Erziehungs-)Wissenschaft und wie wäre sie zu begründen?
2. Kann es eine achtsame Wissenschaftssprache geben und worin würde sie sich von der bisherigen unterscheiden?
3. Wie hängt der Achtsamkeitsdiskurs mit anderen Diskursen um Anerkennung, Aufmerksamkeit, Anteilnahme, Fürsorglichkeit (laut Duden ein anderes Wort für Achtsamkeit!) zusammen?
4. Kann man Achtsamkeit "unterrichten?
5. Sind wir uns eigentlich einig darüber, was wir unter "Persönlichkeit" verstehen? Ist das auch eine historische (historisch zu begründende) Kategorie? Welche Art von Persönlichkeit soll eigentlich gestärkt werden? Muß dabei auch etwas (z.B. Dominanz- und Konkurrenzstreben) geschwächt werden?
Traugott:
regt einen Erfahrungsaustausch zu Strategien, Wegen, Sackgassen, Gerilla-Taktiken etc. an, wie Achtsamkeit in die pädagogische Praxis integriert werden kann

Heinrich:
Diskussion des neuen Buches von Wilfried Belschner (2010): Forschen, erfahrungsbasiert. Eine bewusstseinspsychologische Perspektive, Kröning: Asanger Verlag. (Belschner ist ein transpersonal orientierter empirischer Psychologe, der sich seit langem Verdienste für eine integrale Forschungslogik erworben hat; war Prof. in Oldenburg.)

Peter:
Wenn wir fast 20 Leute sind, könnten wir doch Samstagabend zu guter Musik tanzen. Eine Anlage wird das Haus haben. Die Lieblingstanzmusik auf CD mitbringen und dann brennen wir uns eine CD für den Abend?!?

Vera:
Austausch über und Überlegungen zu der Frage:
Wie kann es gelingen, die Konzepte zur Achtsamkeit besser zu verankern und als wesentlichen Bestandteil der Persönlichkeitsbildung in Ausbildung und Fortbildung zu integrieren.