Einige Fragen, die sich mir beim Nachdenken über das Tagungsthema gestellt haben:


Was meinen wir eigentlich, wenn wir von Achtsamkeit sprechen? Mir sind eine Reihe von Wörtern aus dem Bedeutungsumfeld von "Acht" (wie in achtlos, achtungsvoll, beobachten etc.) eingefallen. Zudem hat mir dann mein alter Etymologie-Duden geholfen, die geschichtlichen Wandlungen eines Wortes wahrzunehmen, das wir jetzt in den Vordergrund stellen. Hier meine Liste - zum Weiterschreiben:
  1. Bedeutungsumfeld
  • Achtsamkeit
  • Aufmerksamkeit
  • Fürsorglichkeit
  • Vorsichtigkeit
  • Dankbarkeit
  • Beachtung
  • Anerkennung
  • Achtung
  • Respekt
  • Pietät
  • Wertschätzung
  • Rücksicht

2. Bedeutungswandel: das ursprüngliche Wort Acht (mit dem Verb achten) ist heute nur noch in Verbindungen gebräuchlich.
  • nachdenken, überlegen (idg. Wurzel)
  • Sinn, Verstand
  • achten-beachten-achtgeben-sich in acht nehmen
  • negativ zu mißachten: geringschätzen, abwerten
  • zu achtbar: angesehen, anständig
  • zu achtsam: aufmerksam, fürsorglich

3. Im spirituellen - alten und neuen - Sprachgebrauch könnte Achtsamkeit umschrieben werden mit:

  • Kontemplation
  • sichversenken
  • Beschaulichkeit (beschauliches Nachdenken)
  • lauschen
  • schauen, inneres Schauen
  • sich erbauen, Erbauliches lesen oder hören oder schreiben
  • im Kontakt mit sich sein
  • sich leer machen
  • visualisieren
  • Gefühle verwandeln
  • verbunden sein
  • das innere Lächeln aufbauen
  • tiefe Zufriedenheit und Freude spüren
  • sich seiner selbst bewußt sein
  • Stillsein
  • Behutsamkeit
  • bedächtig, Bedachtsamsein, Bedachtsamkeit (engl. mindfulness)

4. Verwandte Begriffe in der Gestaltpädagogik:
  • Bewußtheit
  • Gewahrsein
  • Bewußtsein
  • Achtsamkeit
  • Atembeobachtung (Konspiration)

5. Was fehlt?
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